Von:
Silke Kirchberger

e-kircheneintritt.de

Seit einiger Zeit bin ich Pfarrerin in einer evangelischen Kircheneintrittsstelle. Viele Fragen prasseln da auf mich ein. Was bedeutet Kircheneintritt eigentlich? Wie funktioniert Kircheneintritt und welche Folgen hat er? Darüber informiere ich gerne auch ausführlich - aber es geht auch ganz knapp a la Brockhaus:

Kir/chen/ein/tritt / der; -s, -e: dt. (kurz "K.")

wieder...nach einigen Jahren. Tut nicht weh. Geschieht durch Taufe oder durch Wiedereintritt in die Kirche, zu der man vor Austritt gehörte oder durch Wechsel der Konfession. Anlässe: gesparte Kirchensteuer hat man nie "amnesty international" gespendet, Ärger ist verraucht, Konflikte wurden gelöst oder neue positive Erfahrungen mit Kirche gemacht. Suche nach Sinn, Wunsch dazu zu gehören, Engagement bei diakonisch–sozialen Projekten, Inanspruchnahme kirchlicher Angebote (Kindergarten, Sozialstation, Beratungsstelle, Gottesdienst, Religionsunterricht, Taufe, Trauung, Beerdigung etc.).

Glaube: Ja! Wird aber nicht gemessen. Glaubensinhalte (Bibelkunde, Kleiner Katechismus) werden nicht abgefragt. Gespräche dazu: gerne. K. ist nahezu inkognito bei Kircheneintrittsstelle möglich. Oder gute Gelegenheit, mit Ortspfarrer/in in Kontakt zu kommen. K. ist keine Massenbewegung, aber man ist als Eintretende/r in guter Gesellschaft. Mitbringen: Taufbescheinigung (Stammbuch) und Austrittsbestätigung. Falls, wie schon geschehen, von Ehefrau des Ausgetretenen aus Wut zerrissen, sind andere Lösungen möglich.